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Schweißverfahren Übersicht ✅

Es gibt verschiedene Methoden zum Schweißen. Da es leicht ist hier durcheinander zu kommen, soll der folgende Text dem Leser das Thema Schweißen sowie die einzelnen Arten des Schweißen und wo diese eingesetzt werden näher gebracht werden. Die gängigsten und bekanntesten Schweißverfahren beziehungsweise Schweißtechniken sind das MIG-, MAG- und WIG-Verfahren.

 

Das MIG- und MAG-Verfahren – Alleskönner unter den Schweißarten

verschiedene Schweißverfahren

verschiedene Schweißverfahren

Das MIG- und MAG- Schweißverfahren sind der Kategorie des Metallschutzgassschweißens zuzuordnen. MIG- sowie MAG-Schweißen sind echte Alleskönner, denn fast alle Arten an Materialien lassen sich damit verbinden. Beim MIG Schweißen wie ebenso bei der MAG Methode wird der Prozess des Schweißens über einen Lichtbogen, der sich zwischen dem Draht und dem zu schweißenden Stück bildet, durchgeführt. Während des Schweiß-Prozesses wird der Schweißdraht nach und nach geschmolzen und wird aus diesem Grund ständig vom Motor nachgeschoben. Das Schutzgas der Vorichtung ist dafür da, die Oxidation des Metalls an der Luft zu verhindern. Bei dem Schutzgas des MIG-Verfahren handelt es sich entweder um Argon oder Helium, sodass sich diese Technik vorangig für das Bearbeiten von Metallen wie Aluminium (ALU), Magnesium oder Titan auszeichnet. Das liegt daran, dass die Gase (Helium und Argon) nicht mit dem zu schweißenden Stück reagieren.

Das MAG-Verfahren unterscheidet sich im Vergleich zum MIG-Verfahren lediglich hinsichtlich der verwendeten Schutzgase. Es handelt sich hierbei um sogenannte Aktivgase. Der Begriff indiziert, dass die Gase mit dem Schweißgut reagieren. Die Schutzgase bei der MAG Technik sind CO2 oder auch ein Argon-Gemisch. Das Verfahren ist besonders für das Verschmelzen von legierten und unlegierten Stahl-Materialien geeignet. Beide, MIG- sowie MAG-Techniken, zeichnen sich durch saubere und schnelle Resultate hinsichtlich der Schweiß-Naht aus.

Handbuch der Schweissverfahren: Handbuch der Schweißverfahren, Tl.1, Lichtbogenschweißverfahren (Fachbuchreihe Schweisstechnik)
  • Robert Killing
  • Herausgeber: DVS Media GmbH
  • Auflage Nr. 3 (01.03.1999)
  • Gebundene Ausgabe: 300 Seiten

Das WIG-Verfahren

Das WIG Schweißen bedient sich einer anderen Technik, als die beiden oben aufgeführten MAG- und MIG-Technik. Die Elektrodenspitze besteht aus Wolfram, das Metall mit dem höchsten Schmelzpunkt. Hier wird allerdings im Vergleich zu den anderen Verfahren und Techniken nicht mit einer abschmelzenden Elektrode gearbeitet. Das Schweißgerät wird mit der einen Hand, der Schweißzusatz mit der anderen Hand hinzugefügt. Der klare Vorteil ist hier, dass so genau die Menge des Zusatzes bestimmt werden kann und damit bei jedem Schweißen im WIG-Verfahren eine saubere Naht erzielt wird. Ein weiterer Nebeneffekt ist, dass die Schweißspritzer deutlich verringert werden, sodass sich das WIG-Schweißverfahren auch für riskante Verbindungen eignet, da besonders sauber gearbeitet werden kann.

Verschiedenen Schweißprozesse im abschließenden Vergleich

Alle drei, hier vorgestellten Schweißverfahren haben ihre Vor- sowie Nachteile. Es empfiehlt sich deshalb genau zu schauen, was der eigentliche Zweck sein soll beziehungsweise welche Art Metalle zusammen geschweißt werden sollen. Soll die Arbeit schnell verrichtet sein, so sollte das MAG- oder MIG Verfahren genutzt werden, da das WIG-Verfahren bedeutend langsamer ist. Handelt es sich jedoch beispielsweise um ein Rohr, welches gefährliche Chemikalien führt, so ist der Sicherheitsaspekt dem der Schnelligkeit eindeutig vorzuziehen und somit das sichere aber langwierige WIG-Verfahren anzuwenden. Für das Schweißen von Metallen wie Magnesium, Aluminium und Titan sollte die MIG-Technik verwendet werden, da mit inerten Gasen gearbeitet wird.